6. Figurenzugang Stimme/ Sprache
Shownotes
er Zugang zu einer Figur über Stimme/Sprache scheint einfach. Ist dem so? Umso mehr sind Mario und Reto den Technik für das Kreieren der Figur auf der Spur. Sie fragen sich:
- Wie kommt man rasch über die Stimme oder die Sprache in die Figur?
- Welche Chancen und Risiken bietet dieser Zugang?
- Wie verbindet sich "Stimme/Sprache" mit den anderen vier Zugängen "Körper/Bewegung", "Archetypen", "Mantra" und Status?
- Welche Übungen, Games und Formate fördern die Körpertechniken?
Literaturverzeichnis und Quellen: Besssenbacher, V. A. (2015). Die Commedia dell'arte im Theater des 20. Jahrunderts. Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH. Boyke, G. u. (2026). improwiki. Von https://improwiki.com/ abgerufen Budde, T. (2023). Improtheater - der grosse Formate Guide. Wroclaw: Amazon Kindle Direct Publishing. Donner, P. (2001). Improvisationstheater als psychosoziales Erfahrungsfeld. Wien: Diplomarbeit, Universität Wien (unveröffentlicht). Ferreira, B. J. (2024). Theatersport und Improvisationsspiel in der Schauspielausbildung. London: Sciencia Script. Forsberg, J. R., & Forsberg, L. (2013). Improvisation for speech and theater (2. Ausg.). Dubuque: Kendall Hunt. Geyer, M. (2020). Improtheater als Hobby - Das Hobby mit den besten Nebenwirkungen. Aying: Mihcaels Geyer. Hahn, H. (2018). Theater der Unterdrückten als Mosaikstück gesellschaftlichen Wandels. Stuttgart: ibidem-Verlag. Jacomme, C. (17. Januar 2021). Ten days with Keith. London. Johnstone, K. (1993). Improvisation und Theater. Berlin: Alexander Verlag Berlin. Johnstone, K. (1996, 1997). Theaterspiele - Spontanität, Improvisation und Theatersport. Berlin: Alexanderverlag Berlin. Levy, G. (2005). 111 Theaterspiele. Mühlheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr. Lösel, G. (2013). Das Spiel mit dem Chaos - Zur Performativität des Improtheaters. Bielefeld: transcript Verlag. Lösel, G. (2015). Der heisse Kern von Impro. Bremen: Gunter Lösel. Lösel, G. (2019). Das Archetypenspiel - Grundformen menschlicher Begegnungen. Weinheim: Deutscher Theaterverlag GmbH. Lösel, G. (2024). Die dunkle Seite des Spiels - Theater zwischen Spiel, Wirklichkeit und Fiktion. Bielefeld: transcript Verlag. Magerko, B., & Riedl, M. (2008). What Happens Next?: Toward an Empirical . Berkeley: Adaptive Digital Media Lab, Georgia Institute of Technology. Magerko, B., Manzoul, W., Riedl, M., Baumer, A., Fuller, D., Luther, K., & Pearce, C. (2009). An Empirical Study of Cognition and Theatrical . Atlanta: Adaptive Digital Media Lab, Georgia Institute of Technology . Moreno-Levy, J. (1970). Das Stehgreiftheater. New York. Murray, S., & Keefe, J. (2007). Physical Theaters - A critical introduction. Milton Park: Routledge. Richter, D. (2013). Vierzehn Weisheiten für Impro-Spieler. Norderstedt: BoD - Books on Demand. Richter, D. (2022). Improvisationstheater - Schauspiel-Improvisation (Bd. 2.). Berlin: Theater der Zeit. Salas, J. (1993,1996). Playback-Theater. Berlin: Alexander Verlage Berlin. Sawyer, R. K. (2003). Improvieses Dialogues - Emergence and Creativity in Conversation. Westport: Ablex Publishing . Schmitt, M. (2010). Vom Lehrstück bis zum Theatersport - Theaterpädagogok für eine ganzheitliche Bildung. Marburg: Tectum Verlag. Schröter, J. (2005). Improvisationstheater und Publikum - Eine theaterwissenschaftliche Untersuchung zur Rezeption des Improvisationstheaters. Bielefeld: transcript Verlag. Spolin, V. (1963). Improvisation for the theater. Eatsfort: Martino Fine Books. Thöneböhn, S. (2006). Geschichte des Augenblicks - Struktur und Dramaturgie im Improvisationstheater am Beispiel der Heldenreise. Hannover : Magisterarbeit (unveröffentlicht), Universität Leipzig. Tsakalidis, K., & and Guests. (2023). Tanzimprovisation. Leipzig: Stage Verlag. Vlcek, R. (2006). Workshop Improvisationstheater - Übungs- und Spielesammlung für Theaterarbeit. Ausdrucksfindung und Gruppendynamik. Donauwörth: Auer Verlag GmbH. Wachtangow, N. (2008). Die Wachtangow-Methode. Berlin: Alexander Verlag Berlin. Wellman
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zu einer neuen Folge von Figurenvielfalt im Improvisationstheater.
00:00:06: Mario, heute habe ich dich zu einem Gespräch eingeladen zum Thema Sprachzugang und Stinnzugang für die Figur.
00:00:13: Wer bist du?
00:00:15: Hallo Reto!
00:00:15: Ja, ich bin der Mario.
00:00:17: Ich bin seit bald neunzehn Jahren zusammen mit Reto bei der Improviditionsgruppe Tiltänik in Sankt Gallen und improvisiere nach wie vor sehr gern.
00:00:34: Jetzt haben wir miteinander abgemacht, da du unser Dialekt und Sprachspezialist bist.
00:00:38: Dass du mir ab sofort immer in einem anderen Dialekt Antwort gibst Das freut mich natürlich.
00:00:44: Wir schauen mal wie sich das Interview hier entwickelt.
00:00:46: Vielleicht gerade zuerst einmal Wie ist dein Verhältnis zur Sprache?
00:00:53: Und zum Stimme im Zugang zur Figur?
00:00:58: Ja für mich ist es so Ein wichtiger Teil, weil ich kann mir immer jemanden vorstellen.
00:01:05: Wo ich mal gesehen habe oder so und dann durch die Sprache selber bin ich dann jemand anders.
00:01:15: Jetzt gibt es ja verschiedene Dinge, die die Sprachen beeinflussen also zum Beispiel die Sprachmulle, die lautstärkert den Rhythmus auf.
00:01:22: was sagtest du da am meisten?
00:01:25: Das kann ich dir so nicht sagen!
00:01:27: Es kommt einfach raus und ein bisschen halt... Der komische Hinterweltler oder einmal der Metzger, oder der Philosoph.
00:01:38: Das ist immer so eine Mischung!
00:01:41: Jetzt gibt es aber ja implizite und explizite Sprachzugänge.
00:01:45: D.h.,
00:01:45: du machst es rein intuitiv und das entsteht in der Situation.
00:01:48: Aber was rätst Du den Leuten?
00:01:50: Die versuchen wollen die Figur über die Stimme zu generieren.
00:01:56: Nun da würde ich zunächst mal unabhängig vom Dialekt mit der Stimmhöhe probieren Eine tiefere, langsame Stimme.
00:02:08: Was macht die mit dem Körper?
00:02:11: Oder eine höhere Stimme?
00:02:14: Leise Stimme!
00:02:15: Laut leise hoch-tief und man kann dann auch über das Körpergefühl den Zugang finden.
00:02:22: also was bewirkt dieses hohe oder tiefe laute oder leise bei mir?
00:02:27: Und was für eine Figur entsteht da raus?
00:02:30: Wie steht es denn mit Pausen?
00:02:37: Das... ist auch eine Möglichkeit.
00:02:43: Gut, also ich glaube der Link ist angekommen.
00:02:46: Ja es ist jetzt aber nicht... wenn man nicht so sprachbegabt ist wie du der jetzt gerade auf Knopfdruck.
00:02:51: also wir können ja per Schnips mit dir auf der Bühne jeweils den Dialekt wechseln und du kriegst zwanzig nacheinander hin.
00:02:56: die kann zu spontan aus die Haare aussprudeln.
00:02:59: Wie würdest du dann jemandem empfehlen wirklich mal sich auszuprobieren?
00:03:07: Der Tedi Song da probierst einfach mal das mit dem Hoch-Tief dann vielleicht aus der Region, wo du kommst eine Niasse oder einfach einmal ein zwei drei Wörter was du kennst als einen anderen Dialekt einfach ausprobieren und einbauen.
00:03:27: Oder auch einmal ein Wort verschlucken.
00:03:31: manche reden auch sehr leise so dass man gerade hört was sie sagen.
00:03:39: Das ist auch eine Möglichkeit, um den Sprachzugang zu finden.
00:03:43: Also zusammengefasst könnte man sagen Tonhöhe, Lautstärke, Tempo, Pausenartikulation, Spracheutmus, Satzlänge dann Spracheigenheiten, Füllwörter oder Ticks.
00:03:57: was könntest du uns dazu noch sagen?
00:03:59: Was ist dein bevorzugter Tick?
00:04:03: Das könnte ich jetzt nicht sagen welcher.
00:04:05: das ist aber zum Beispiel im Grunde genommen Wie das im amerikanischen fällt mir so auf, da sagen man immer yeah I know but yeah like you know maybe.
00:04:21: Man kann ganze Sätze bilden mit Füllwörtern.
00:04:24: Das gibt dann auch wieder eine Möglichkeit über die Sprache nichts zu sagen.
00:04:30: Jetzt
00:04:31: kann ja Sprache die anderen Figurenzugänge relativ stark beeinflussen.
00:04:34: zum Beispiel Sprache und Körper sind sehr stark verwandt miteinander.
00:04:38: für mich am ehem sich am ergänzendsten, was beeinflusst dann zum Beispiel eine Sprache bei dir im Körper?
00:04:51: Ich glaube unbewusst kommt mir immer eine Figur in den Kopf die mit eben diesem Dialekt spricht und innerhalb dieses Dialekts kommt mir da noch eine Figuren in den Sinn wie sie diesen Dialekt sprich.
00:05:06: Also langsam oder eher schneller oder her oder tiefer So hat man auch die Möglichkeit, innerhalb der verschiedenen Dialekte noch das mit Personen auszufüllen.
00:05:21: Das wäre auch eine Möglichkeit, dass man sich einen Dialekt auswählt und zusätzlich noch eine Person vorstellt.
00:05:29: Also was ich jeweils mache ist wenn ich zum Beispiel eine hohe Stimme als Vorgabe kriege von der Motoration dann ist meine Figur auch automatisch leichter.
00:05:38: also ich stelle mir dann auch innerlich vor nicht nur sie redet hoch sondern sie geht wie so auf einem Wolkenkissen und das macht dann halt in dem Gang auch etwas.
00:05:47: Oder wenn es zum Beispiel heißt, deine Figur ist sehr langsam, dann stelle ich mir einen innerlichen Sack vor der mir übergestülpt wurde und der mich daran hindert vorwärts zu gehen weil mein Atmen auch schwer fällt.
00:06:04: Ja du redest jetzt schon von einer anderen Möglichkeit Was sehr spannend ist, wenn man bestimmte Bilder im Kopf hat von wie sieht dieser Mensch aus der diesen Dialekt spricht und dann wähle ich, wenn ich eine hohe Stimme bekomme genau das Gegenteil.
00:06:22: Also ein solider Genuss voller Bayer, der eigentlich langsam und sehr tief spricht, spricht plötzlich mit dieser hohen Stimme und schwebt über das Packet.
00:06:36: Das gibt teilweise... Sehr lustige Figuren.
00:06:39: Ja und das ist natürlich auch sparen da, weil das Klischee kommt ja relativ schnell.
00:06:43: Und das Antiklischee hat dann wirklich so eine gewisse Lust zu entdecken was die Figur auch noch alles hat neben dem was einem sonst gerade so spontan in den Ziel kommen.
00:06:53: oder
00:06:54: jemand der mit einem Dialekt redet der eher auf einer Baustelle gehören würde aber er ist jetzt in diesem Fall Philosoph oder Psychologe oder Arzt Das gibt immer sehr schöne.
00:07:04: Was macht denn die Sprache mit dem Status aller Figur bei dir?
00:07:15: Da, muss ich ehrlich sagen bin auch vorurteils behaftet.
00:07:19: Gut als Warp selber wird man ja insgesamt und wenn wir so auf Deutsch sind ist er schwäbisch nicht so der beliebteste Dialekt und es gibt da bei uns Exemplare, die wirklich das Klische erfüllen wie bei jedem Dialekt.
00:07:32: aber eine gute Frage würde, wie man jetzt so Gedanken gemacht hat...
00:07:38: Also für mich Also das Sprech-Tempo gibt für mich mehr vom Statuspreis, wie also eine Figur die sehr schnell spricht hat.
00:07:50: Für mich schneller den tieferen Status wie zum Beispiel eine Figuren die sehr gezielt und sehr bewusst Sprache setzt.
00:07:59: Ja da fällt mir jetzt ein Beispiel ein wenn zb.
00:08:03: jemand ganz tief und klar langsam spricht wirkt es zunächst viel intelligenter beziehungsweise ein höherer Status.
00:08:19: Also so wie du es jetzt gerade gemacht hast, aber es kann auch nerven mit der Zeit als Zuschauer.
00:08:25: oder das ist auch eine sehr schöner Kontrast wenn man wirklich in einer einen hohen Status sich zuweist.
00:08:33: eine langsame deutliche klare Sprache.
00:08:36: Aber dass gesagt ihr wirklich nonsensist
00:08:40: Ja, das ist ja vielfach bei Referaten so.
00:08:43: und das Gefühl wenn Politiker sprechen.
00:08:46: Aber ich sehe worauf du hinaus willst!
00:08:49: Wie sieht es denn aus beim Mantra?
00:08:52: Das finde ich für mich das schwierigste die zwei jeweils zu verbinden.
00:08:56: Hat Sprache für dich einen Einfluss auf dein
00:08:58: Mantra?!
00:09:00: Ich bin mir als sehr umgekehrt.
00:09:01: also dass Mantra definiert dann auch die Stimme mit.
00:09:05: Zum Beispiel wenn ich jetzt mir vorstelle als Mantrasatz, ich bin zweitausend Jahre alt.
00:09:10: Dann habe ich da schon eine gewisse Weisheit oder eine gewissige Lassenheit und meine Stimme ist dann meistens sehr entspannt, wenn ich mir zum Beispiel das vorstellen würde?
00:09:22: Ja, das kann ich nachvollziehen.
00:09:24: Der Dialekt ist dann zweitrangig weil ich mich auf die anderen Sachen konzentrieren muss und dann kommt einfach irgendein...
00:09:32: Also dann sind wir mehr was strahlenderen weniger als Dialekten natürlich.
00:09:37: Wie sieht es denn aus?
00:09:39: auch Etypen?
00:09:41: Man könnte auch Edypen eher gewisse Sprachmuster zuweisen.
00:09:46: Es gibt so ein paar Klischees, würde ich jetzt mal sagen aber die kann man natürlich auch doch brechen.
00:09:51: also wenn man den Twister spielt zum Beispiel für mich klar der hat sowas verschmutzt das was verspielt ist und dass kann er sich so ein bisschen wieder hofen auch mit der Stimme zu spielen leisten dass das Sprachspiel für ihn nicht nur körperlich oder auch jetzt von der Gesinnung her ist, sondern wirklich auch halt durch die Sprache.
00:10:11: Das wäre dann eher etwas was mit der Internation zu tun hat oder der Stimmhöhe?
00:10:18: Bei einem bestimmten Dialekt würde ich dem Twister jetzt nicht intuitiv zuweisen aber es wäre möglich!
00:10:25: Also Ansätze natürlich das ist wie bei allem natürlich.
00:10:28: und der Mengdor das für mich dann eine Figur ein bisschen gesetzter ist, das merkt man auch an der Sprache.
00:10:34: Es kann ein flippiger Mentor sein aber jetzt im ersten Klischee kommt für mich daher...
00:10:39: Ja!
00:10:40: Das würde ich auch sagen.
00:10:42: Also ich würde sagen man kann die Sprache wirklich mit allem verbinden.
00:10:45: du machst es jetzt wirklich so dass du über die Sprach zu den anderen Figuren zugängst zum Teil auch gehst.
00:10:49: ich gehe meistens über die anderen Figur und Zugänge und komm dann zur Sprache.
00:10:53: das ist mir sehr individuell.
00:10:54: Jetzt haben wir ja die letzten paar Jahre oder jetzt auch in diesem Probenjahr wo sie auch um meine Mice-Tasis ging verschiedene Sachen ausprobiert.
00:11:02: Was ich total spannend fand war, dass man den Kombinator gemacht hat.
00:11:06: Wir hatten deine Beige mit Tonhöhe und Lautstärke.
00:11:11: Du
00:11:11: meinst ein
00:11:12: Stapel?
00:11:13: Genau!
00:11:14: Auf der anderen Seite hatten wir einen Stapeln mit Gefühlen.
00:11:16: Zum Beispiel hatten wir das verführerische Tempo-X.
00:11:21: Kannst du das mal rasch machen?
00:11:27: Da bin ich jetzt blockiert.
00:11:29: Da bist du jetzt blockierter?
00:11:30: Das ist auch eine Variante.
00:11:31: Auch da merkt man... So, da probieren wir was anderes.
00:11:35: Wenn du jetzt sagen wirst ich mach traurig in der Sprechhöhe vier vom Zehn
00:11:45: Ich Ja, das ist auch schwierig.
00:11:49: Das finde ich auch spannend.
00:11:50: jetzt kann bei dir rauszuhören.
00:11:51: Ich hoffe ich darf das im Podcast drin lassen weil man sieht doch da zum Beispiel einer bei uns in der Gruppe der springt hat total drauf an er findet es total rein würde das kombinieren und du musst wirklich über den Dialekt gehen.
00:12:02: also ich glaube dass ist auch so ein bisschen meine Botschaft jetzt hier im podcast.
00:12:06: die Leute die in dem Probenetz vielleicht mit dem versuchen rumzuspielen ihr müsst wie sie ein bisschen herausfinden was für euch der Sprache wirklich der der Kern ist und da müsst ihr drauf aufbauen glaubt.
00:12:18: Mir fällt jetzt gerade noch was ein, wenn ich so eine Vorgabe habe wo es wirklich um mein Gefühl geht also in diesem Fall Traurigkeit und noch eine Intensität dann konzentriere mich zuerst auf dieses Gefühl.
00:12:31: und da hab' ich schon oft beobachtet dass mein Original Dialekt dann rauskommt weil Gerade so etwas ist die Traurigkeit.
00:12:44: Viele verschiedenen Dialekte sind eher fröhlich oder lustig, aber wenn ich mich auf die Gefühle konzentrieren muss dann... ist es eher so, dass ich mit meinem Dialekt auf dem
00:12:57: Duellen.
00:12:57: Dann bist du ja wenn du die Ebenen anschaust oder als die private Figur dann kommst du an das private Person da kommst Du ein Schauspieler auf der Bühne und dann spielst du deine Figur.
00:13:07: Dann rutschst du ja eigentlich auch oder du ziehst relativ viel von der Schauspielebene oder von der privaten Ebene dann rauf in Deine Figur.
00:13:14: wenn du's aber so machst interpretiere ich das richtig.
00:13:17: Ja teils!
00:13:19: Der Dialekt ist ja da, wo das Herz am Nächsten ist
00:13:22: und
00:13:22: dann ziehst du es da unten raus.
00:13:25: Ja, finde ich... Ist aber nicht verkehrt!
00:13:26: Ich finde, dass wenn das die Szene oder der Geschichte dient.
00:13:31: Was ich auch super finde, ist den Dialektwechsel auf Klatschen.
00:13:35: Das haben wir jetzt bei dir herausgefunden.
00:13:37: Wir haben eine Kollegin, die gesagt hat, ja, ich rede einfach und ich habe nichts so dialekte und bei dem werden sie rausgefunden?
00:13:42: Sie kam doch verschiedene Dialekte Grüße an Sie und das sind echt gute Figuren, die da jetzt entstehen.
00:13:50: Finde ich auch eine super Sache!
00:13:51: Was ich auch total cool finde ist ein Figurkabinett.
00:13:55: Das haben wir schon lange nicht mehr gemacht.
00:13:56: also das stellt man sich vor wie bei Madame Tissant du hast verschiedene Wachsfiguren und immer wenn sie sich stehen mit dem Rücken zum Publikum oder zu den Kollegen die in der Probensee schauen und dann drehst Du Dich um hundertdachtzig Grad und du hast irgendeinen Dialekt und redest da über einen Thema.
00:14:11: Und die anderen Figuren, die stehen immer noch mit dem Rücken zu dir und wenn jemand von den anderen Teilnehmenden quasi dann ein Stichwort aus diesem Monologue den Kurzen nimmt dreht sie sich um und macht einen neuen Dialekt.
00:14:24: Die Figur muss sich wieder zurück drin vorgesprochenen.
00:14:27: So machst du das im Wechsel hier in der Thea so wie bei einem drei Totenspiel.
00:14:32: da können innerhalb von kurzer Zeit auch ganz viele Sachen entstehen.
00:14:34: Das finde ich eine gute Übung, um es mit der Gruppe zu machen.
00:14:39: Ciberisch ist für mich auch eine spannende Sache, Sprache als Figur auf die Bühne zu bringen.
00:14:44: Was gibt dir Ciberish oder eben nicht?
00:15:00: Und ich finde es auch schön, den Giberisch-Suit einzuleiten.
00:15:04: Also wenn man wieder auf unsere Sprache wechselt, kommt dann wieder zurück ins Giberich weil Giberish kann dann wie ein bisschen den Inhalt der Sprache wegnehmen und uns wirklich auf die Sprachmelodie zum Beispiel bringen finde ich auch schön.
00:15:17: Was ich nicht so mittlerweile mit der Fan bin, ist so wie man sagt redet einen Fake Suaheli oder einen Fake weil da kommt schnell dann das Länderclischee.
00:15:26: Das
00:15:27: kann vielleicht schon mal spannend sein wenn sich das Publikum das unbedingt wünscht.
00:15:30: aber grundsätzlich glaube ich eher es gibt so viele Phantasiesprachen.
00:15:34: man kann sich eine Sprachregion vorstellen die sehr kommt und hat ja auch eine gewisse Vergleichbarkeit drin was ich auch sehr schön find den Figuren in offenen Szenen und man die probt, so interessant die Hand zu geben sprachlich.
00:15:49: Zum Beispiel du hast das vorher schon mal langgetönt zum Beispiel das Wort oder muss immer vorkommen?
00:15:55: Oder das Wort.
00:15:57: also Das sind so schöne Alltagsfiguren, die man ja auch irgendwo her kennt
00:16:02: Ja unbedingt
00:16:03: Die dann eine Figur wirklich im Stoch verändern können.
00:16:07: Jetzt wir haben uns als Ensemble ein bisschen überlegt, was gibt es denn so für Sprachspiele?
00:16:13: Und wir haben wirklich einen Theatersportabend gemacht mit lauter Games oder Formaten die wirklich über den Figurenzugangssprache Stimme kommen.
00:16:23: Du warst an dem Abend selber nicht vorbei aber du kennst die meisten Dinge auch die wir da gemacht haben.
00:16:28: Was ich dann auch schon unterscheiden möchte das ist für mich nicht ein Sprach-Spiel im Sinn von Counting Words oder etwas sowas hat für mich mehr.
00:16:36: Das ist auch sehr spaßig Aber das hat mir schon fast einen dataistischen Charakter, also Chaos pur.
00:16:41: Ich rede jetzt wirklich von anderen Dingen zum Beispiel das drei Totenspiel.
00:16:47: Magst du mal erklären was das drei Todenspiel ist und wie das funktioniert bei uns?
00:16:51: Beim drei Toten sind drei Personen dabei die sich vorher nie gesehen haben und sich bei einem Ereignis das erste Mal treffen.
00:17:02: Bei diesem Eregnis sterben sie dann.
00:17:06: In der Redel stehen die drei Personen.
00:17:07: Sie liegen eigentlich in einem Sarg.
00:17:09: Wir haben aber festgestellt mit der Zeit, dass es besser ist wenn die stehen, bessere Sichtbarkeit wegen.
00:17:15: Sie stehen beim Rücken zum Publikum.
00:17:18: vorher bekommen sie Eigenschaften oder Berufe zugeteilt und entwickeln da eine Figur.
00:17:24: In der Regel fangen sie an mit der Kindheit sagen dann warum sie den entsprechenden Beruf gewählt haben Und man hört einander zu.
00:17:34: Es spricht immer einer Gesicht zum Publikum, sobald sich ein anderer herumdreht dann tritt diejenige zurück und der andere spricht.
00:17:42: Sie hören aufeinander und bauen eine Geschichte auf, die dann meistens auf absurde Art und Weise in einem Gemetzel unter dem anschließenden Tod der drei Toten gipfelt
00:17:55: Was ein verwandtes Spiel ist, das spielen wir eher selten.
00:17:58: Aber das kann eine schöne Alternative zu drei Toten sein weil da weiß man am Schluss stirbt, man nimmt immer das Perspektivenspiel.
00:18:04: Wir machen es meistens so dass ein Mensch eben ausgestattet wird dann ein Tier und ein Gegenstand Und da hast du auch relativ schnell irgendwie einen sprachlichen Zugang Weil du stehst auch und du drehst dich immer zum Publikum hin um wer das Publikums Ahn schaut Und du erzählst dann eine Geschichte, die diese drei Gegenstände zusammen erlebt haben.
00:18:23: Die endet in einem Wöhmpunkt.
00:18:26: Was ich total cool finde ist alles mit Gromolo.
00:18:29: Also Grommelo Svicsch, Gromo Lo Singen und Gromo lo Infantasiesprachen aus Fantasy-Figuren zum Beispiel.
00:18:39: Was für mich da auch noch spannend ist, was für mich in eine ähnliche Richtung ist... Wir haben ausprobiert Wenn jemand auf der Bühne eine Sprache kann, werden jemanden der konnte perfekte Spanisch.
00:18:49: Der andere Person konnte fast kein Wort Spanischen haben gesagt ihr zwei müsstet zusammen Spanische spielen was auch cool war Englisch.
00:18:56: die zwei konnten dann englisch und das dritte war Das dritte Paar, das sich gebildet hat, hat Synchromolo gemacht.
00:19:04: Also wirklich so auch mit diesen Sprachen ein bisschen zu spielen und gerade das Unverständnis von der Sprache wenn jemand sie perfekt kann lässt einem dann fantastische Sprachreaktionen für die zweite Figur finden.
00:19:14: also ich fand jetzt die Dreierkombination.
00:19:15: wir haben einen Lotus gespielt damit also spielt man nicht mehr eine Szene Und in der nächsten Runde geht diese Szene dann quasi weiter.
00:19:23: Man kann es euch in verschiedenen Zeitspringen machen.
00:19:26: Was wir als Format Gerne machen bei Tiltanik ist PowerPoint Karaoke, magst du dazu was sagen?
00:19:35: Ja, PowerPoint Karaokes wird ja heutzutage sowieso viel kredt.
00:19:40: Zuviel kredet und präsentiert und gezeigt.
00:19:43: Und mich fasziniert dabei die Tatsache dass man wirklich irgendwas präsendieren kann Irgendwas dazusagen kann und irgendwie macht's einen Sinn.
00:19:52: Das würde jetzt also noch viel schlimmer mit diesem KI.
00:19:56: Da erzählt ja zum Schluss jemand irgendwas wo nicht einmal jemand is Und ein Powerpoint selber, also das brauchst du gar nicht mehr.
00:20:05: Das sagt so der KI macht mir einen Vortrag über, sagen wir mal, Ameisenhaufen und dann macht er das.
00:20:13: Im Prinzip ist alles durch jeden möglich.
00:20:17: Ich finde es aber trotzdem noch lustig.
00:20:19: zum einfach was verzeihen.
00:20:22: Meistens verzeihende Leute wollen ein Haufen Geld dafür kriegen, als Politiker oder so sich aus, damit die alle heißen... Aber wenn man das selber mal ausprobieren kann, dann ist es ja auch noch eine schöne Sache.
00:20:34: So zum Beispiel habe ich mir einen Vortrag gehabt.
00:20:36: da waren nur so ein paar Beinvortrages sagt man ja sie ist höchstens ein Bild oder ein Symbol was haben Sie?
00:20:43: aber da waren so viel Zeichen drauf und dann haben wir etwas ganz Landschaftsbeschreibung gemacht von dem.
00:20:50: also da sind auch Kontraste sehr hilfreich.
00:20:52: Also wir haben das wirklich über acht neun Jahre hinweg gemacht.
00:20:55: Ja, als Show mit Musik und mit euch.
00:20:57: Du hast es doch
00:20:58: noch auf der Musikerklasse gezeichnet.
00:21:01: Einer von den zwei bis drei Jahren genau.
00:21:04: Und dann haben wir wirklich so eine Powerpointe nach der anderen aus dem Internet gezogen.
00:21:07: Leute aus dem Publikum konzentrieren sich bei uns melden und dann ist das ähnlich wie beim Portrait Slam hat man Punkte vergeben und die besten kann man dann ins Finale mussten machen und eine Präsentation halten.
00:21:16: Das ist auch sehr eine spannende Sache!
00:21:19: Natürlich gibt's weitere Formate die ich finde... Sprache fördern können, weil sie sehr sprachlastig sind.
00:21:26: Also das Interview rückwärts da animiert einem zum wirklich eine Figur stark über die Sprache zu definieren.
00:21:32: Die kleine Stimme vielleicht?
00:21:34: Das hatten wir schon lange nicht mehr... Du spielst normal dich selbst und irgendwann kommt wieder kleine Engel auf deine Schulter.
00:21:43: Die Stimme ist aber aus dem Office, die Mitspielerin, die das so spricht.
00:21:47: Den Linksteufel
00:21:48: rechts?
00:21:49: Nicht nur den Linksteufeil rechts sondern du hast wirklich die kleine Stimme im Gehirn, die dich mehr amahnt oder motiviert.
00:21:56: Das finde ich super unnatürlich!
00:21:58: Mein Favorit sind Monologe.
00:22:01: Also sei es six Moments, dass du zum Beispiel sechs Schauspielende und immer jeder mal kriegst einen kurzen Monolog oder eine Moment Zeit um sich auf der Bühne präsentieren zu können.
00:22:10: Und da bietet sich das natürlich auch an.
00:22:12: Bei Monologen finde ich es immer sehr spannend so einige bundene Sprache zu verwenden, so Mittelalter oder etwas später.
00:22:21: Das finde ich immer sehr schön, die Dimension noch hineinzubringen.
00:22:24: was ich gerade merke.
00:22:25: jetzt wenn wir bei Dialekten sind Auf der Bühne fällt es mir viel leichter verschiedene Dialekte darzustellen, weil dort immer auch die Figur und die Bewegung dabei ist.
00:22:37: Am Tisch finde ich es jetzt viel schwieriger zum in den verschiedenen Dialekt zu finden, weil es nur die Sprache ist.
00:22:46: das entdecke ich jetzt gerade für mich selbst,
00:22:48: dass
00:22:48: die Connection mit dem Körper serviert.
00:22:50: Aber es hat natürlich auch dazu damit zu tun.
00:22:52: irgendwie hast du jetzt irgendwie auch den Anspruch an dich selbst jetzt auf der privaten Ebene oder auf der Schauspieler-Ebene mir gescheite Antworten doch noch zu liefern und... Genau!
00:23:03: Das kann ich total verstehen.
00:23:05: was sich dann bei Monologenspannend finden ist wir haben Wie so ein bisschen auch überlegt, was können gute Monologe machen?
00:23:13: Werden schon Solo-Proben, also wirklich Solomomente, wo jemand fünf Minuten auf der Bühne alleine verdrängen muss.
00:23:17: Das lohnt sich in der Probe mal auszutesten.
00:23:20: Dann zum Beispiel die Handlung, die man macht, dass wenn man auf einem Segelschiff ist, erzählt man zuerst über sich und irgendwann wird das Segelshift zum Symbol von der Figur.
00:23:30: wird dann auch philosophisch, dass es wirklich für die ganze Welt gelten könnte.
00:23:35: Die Welt ist wie ein Segelschiffweil und so weiter und dann wieder zurück zur Figur.
00:23:39: Und da haben wir jetzt in der letzten Probe noch etwas Neues dazu genommen.
00:23:42: zum Thema Monologen Wir haben bei den Toastmasters geschaut.
00:23:46: Vielleicht kennt man sich das ist eine internationale Vereinigung meistens von Studieren Denn die üben wirklich Ansprachen halten und unter anderem ist ein großer Teil von ihnen auch improvisierte Toasts.
00:23:55: diese halten müssen.
00:23:57: Da hast du relativ gut darauf reagiert.
00:23:59: zum Beispiel eine Technik könnte sein.
00:24:01: Ich gehe von der Vergangenheit in die Zukunft und ich muss dann als Monolog quasi mir erzählen, wie war es früher?
00:24:08: Wie ist das jetzt?
00:24:09: Und wie könnte sich das Thema in Zukunft entwickeln?
00:24:13: Ja, das finde ich ein sehr spannendes Format!
00:24:16: Weil man wirklich alles... Es ist ähnlich wie beim Powerpoint Karaoke.
00:24:19: Man kann irgendetwas behaupten, irgendeinen Vergleich finden und man kann sich auch selbst etwas fordern indem man irgendwas behauptet und dann die Kurve noch kriegen muss das Ganze.
00:24:31: Also es hat denn wirklich auch den Anspruch auch inhaltlich so eine Art Ansprache zu geben.
00:24:35: da möchte ich euch motivieren gebt mal bei der Key ein was für Techniken kennen die Toastmastern?
00:24:40: Dann lässt ihr mal dreißig auch spucken!
00:24:43: Ich habe das auch gemacht mit Quellen, Angabe etc.
00:24:46: Und das sind wirklich kurze Dinge die man zum Teil in einem Satz sogar anmelden kann.
00:24:50: also es ist wirklich eine super Sache.
00:24:53: Was mir auch sehr gut gefällt ist der Sprachenchor aus dem griechischen Drama.
00:24:57: Das ist so etwas was du magst.
00:24:58: magst du dazu noch etwas sagen wenn man den Zugang zur Sprache zu Figur haben will?
00:25:04: Nun der Chor dabei muss mindestens die drei Personen die den Chor bilden In einer Art One Voice sprechen und das Gesehene einerseits eine Möglichkeit ist es zu kommentieren oder wie eine Art neuen Input zu geben.
00:25:24: Dere Herausforderung ist wirklich sich abzusprechen, in einer Stimme zu sprechen und dann auch noch ein...
00:25:34: Aus dem griechischen Drama.
00:25:35: hast du das mal mitgebracht?
00:25:36: Ja genau.
00:25:37: Und da ist es ja wirklich so, dass der Sprachkorb hinten dran auch Emotionen verstärken kann.
00:25:42: also was das Musical die Musik hat um die Emotion zu verstärkern machts der griecherische Korb im Hintergrund.
00:25:47: Das finde ich auch eine spannende Sache und quasi die Figurformen die mit Sprach vielleicht nicht so wirkt noch zu verschieden.
00:25:52: Zum Beispiel eine Figur die gerade stark leidet und der Korb... O-Wee!
00:26:00: Ja genau
00:26:01: Was wird geschehen?
00:26:02: Jetzt haben wir wirklich aber so klassische Games und Formate gesprochen, die wir auf der Bühne auch praktizieren an denen wir Spaß hatten für den Sprachzugang.
00:26:10: Ich möchte aber kurz den Fokus noch erst auf die Moderation nehmen.
00:26:14: Wir moderieren ja den Theatersport wie es halt überall und gang und gäbe ist auch an zum Beispiel oder auch Langformat.
00:26:22: Wir brauchen eine Anmoderation und mich hat das irgendwie mal fasziniert dass man so zu Lochbrechen.
00:26:27: ich habe einmal einen ganzen Abend Theater Sport moderieren nur in Schieberisch in der Chromolo und das Publikum war sehr gespalten.
00:26:36: Also ich hab mit den Spielenden vorher wirklich besprechen müssen, wie die Formate genau gehen, dass wenn ich sie dann irgendwie so gestikularisch ein bisschen antieße, was jetzt kommt, dass die wissen, was ist... Und das Publikum war wirklich zweigespalten.
00:26:48: also die, die schon zwanzig Jahre bei uns sind, die fanden das großartig mal etwas Neues und als für ein Experiment und wir haben alles verstanden und solche die Darwarnung gesagt haben, was denn das für ein Scheiß?
00:26:57: Das
00:26:58: kann ich mir gut vorstellen!
00:27:00: Also Stammpublikum oder Leute, die es kennen, sind davon bestimmt begeistert.
00:27:06: Aber wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte noch nie im Pro gesehen und würde dann mich so etwas konfrontiert – das würde meine Begeisterung dafür wohl auch denken!
00:27:12: Ja,
00:27:13: ich weiß, aber irgendwie haben wir uns vorher mal diskutiert, der eine hat gesagt, sie hätten das irgendwo ins Kandinavien gesehen und das wäre so cool gewesen.
00:27:20: Da habe ich schon mal gesagt dem, wenn Sie sagten, dass das so cool ist, dann muss sich das mal rausprobieren.
00:27:26: Hey es lohnt sich, wenn ihr ein Stammpublikum habt und das noch nicht im Aufbau befindet.
00:27:30: Das kann man mal wagen finde ich weil es muss ja auch mal was Neues geben.
00:27:34: Jetzt was sind denn aber Sprachen und Chancen vom Figuren Zugangsprache Mario?
00:27:41: Was würdest du zu den Chancens sagen?
00:27:45: Also für die Show selbst
00:27:47: also für die Figur.
00:27:48: Ich finde zum Beispiel wenn man über die Sprache geht... Zum Beispiel du bist sofort drin bin und man kann die Figuren sofort voneinander unterscheiden wenn sie verschiedene Dialekte haben.
00:27:57: Ja, das stimmt.
00:27:58: Ich täte mir schwer dabei nur über... also ohne den Dialekt deutliche Unterschiede zu ziehen.
00:28:05: Vielleicht ist es mein Übungsfeld, dass ich noch ausprobieren kann aber mir hilft es sehr zum die Personen zu differenzieren?
00:28:13: Für Leute, die sehr sprachaffin sind, ist es auch einfacher, relativ schnell zu variieren über die Sprache.
00:28:20: was wir jetzt z.B.. über den Körper habe ich mehr Variation.
00:28:25: Also mein Favorites Moment sowieso das Mantra und dem Sprach erzeugt halt relativ schnell Beziehung bei den Figuren, aber hat dann auch wieder zu den Risiken glaube ich auch das Problem der Talking Heads?
00:28:37: Ja genau deshalb ab und zu mal was du vorhin schon angeht deutet hast die Pausen oder auch so so Figuren die wirklich sehr wortkark sind.
00:28:49: über solche Figuren gelingt es mir neue Niosen hineinzubringen oder neue Figuren.
00:28:55: Also wenn man Sprachdix hat, finde ich auch ist die große Gefahr immer so dass er sich dann drüber lächerlich macht für Leute die das wirklich haben.
00:29:04: und da finde ich immer so wenn es ein bisschen kokettiert geht aber wenn's wirklich ins Lächerliche gezogen wird auch als Figur hast du wie irgendwie auch als Schauspieler irgendwie schwingt das politische auch irgendwie mit.
00:29:17: weißt du was ich mein?
00:29:19: Also ich finde, wenn du zum Beispiel als Figur den Tick hast, ich streich mir immer nachdem ich etwas fertig gesprochen habe.
00:29:25: Einmal mit der Zunge über den Mund find' ich das geht gut!
00:29:28: Ja
00:29:29: Wenn du jetzt aber mehrere Figuren hast am Abend die wirklich an den Sprachfehler
00:29:33: haben, dann
00:29:33: find'
00:29:34: Ich denke wie in allen Bereichen ist das Maß und die Beausprägung entscheidend?
00:29:40: Und dass das Gespür nicht so ins Lächer lichtet sich?
00:29:43: Natürlich!
00:29:44: Ich finde auch wenn Figuren zu kartunhaft sind, dann verlieren sie schnell an Glaubierigkeit.
00:29:50: Es kann ein Stilmittel sein, so wirklich eine Cartoonfigur.
00:29:54: Wenn die einmal abends auftaucht ist das sicher eine Variante aber wenn es in die gleiche Richtung alles geht dann wird es irgendwann...
00:30:01: Was für mich auch ein Risiko oder eine Schwierigkeit ist, ich beginne mit einem Dialekt oder einer Sprache und dann spricht die andere Figur und ich muss ja als Schauspieler drüber nachdenken.
00:30:13: was hat jetzt die Person gesagt?
00:30:15: Das hört meine Figur antworten.
00:30:17: habe ich auch schon den Dialekt in der zweiten Antwort verloren.
00:30:20: Das
00:30:20: ist mir auch schon passiert, ja.
00:30:22: Das sind wirklich auch eine Grenningssache, glaube ich?
00:30:24: Ja absolut!
00:30:26: Oder teilweise schon eine bestimmte Gefühlslage mit der ich angefangen habe.
00:30:31: dann hat sich diese geändert und plötzlich ändert er auch der Dialekt.
00:30:35: Was bei der Sprache für mich beim Status ein Risiko ist was immer wieder auffällt ist so dass wenn der Statuskampf in der Szene passiert das man sich dann versucht mit Lautstärke zu übertönen oder?
00:30:46: Das finde ich auch so, also die Lautstärke unter den Figuren um sich gehört zu verschaffen.
00:30:51: Weil die Geschichte jetzt in die Richtung gehen muss ist das Sprache der Nähe etwas was mich als Zuschauer von außen stört wenn sie dann zur Verstärkung angesetzt wird um sich als Figur durchzusetzen.
00:31:04: Ja und das unterscheidet auch eine Figur die einfach laut ist und sich so verhält von Anfang an zu einer Figur, die nur laut wird um auf der Bühne jetzt gehört zu bekommen.
00:31:16: Jetzt, Mario was mir noch ein bisschen fehlt ist so... ich hatte am Anfang wirklich Mühe mich irgendwie auszuprobieren.
00:31:26: Ich kann nicht so gut dialecte und trotzdem sollte man es mal testen auf wenn's schlecht aussieht.
00:31:30: Was gibst du Leuten für Tipps?
00:31:36: Du hast ja schon gesagt ausprobieren!
00:31:40: Ich finde immer wenn in der Probe hinten schon alle zuschauen find ich es viel schwieriger.
00:31:46: Bei uns in der Gruppe ist das sehr zu wiegespalten, wenn ich sage jetzt machen wir zwei Gruppen jeder geht in eine Ecke und will probieren etwas aus.
00:31:52: Das kommt nicht bei allen gut an.
00:31:54: die einen wollen niemanden zuschaut.
00:31:55: aber ich finde immer so der Druck für mich persönlich ist dann schon höher dass jetzt auch gut sein muss was ich mache.
00:32:00: das ist denn in der Ecke mal genuschelt ein paar Dialekte ausprobieren kann zum schauen ob sichs.
00:32:04: das fällt mir leichter.
00:32:05: wie geht dir das?
00:32:09: Also die Hemmschwelle ist ja bei mir nicht bei den Dialekten.
00:32:12: Aber wenn ich mal das vorstelle, ich müsste was Körperliches darstellen dann würde es mich in der Gruppe leichter fallen wie jetzt auf der Bühne und dort hätte ich schon Respekt etwas Neues auszuprobieren, dass da nicht funktioniert.
00:32:29: aber als Impro Spieler sollte man genau das wagen, oder?
00:32:33: Das
00:32:34: ist ein wunderschönes Schlusswort Mario.
00:32:36: vielen Dank, dass du mit mir diesen Podcast gemacht hast.
00:32:39: Danke auch!
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